Verantwortung

Der Begriff Verantwortung (mittelhochdeutsch: verantwürten) hatte ursprünglich seinen Sitz im Rechtsleben: etwas vor Gericht verantworten. Aus der Rechenschaft vor Gericht übertrug sich der Begriff auf die moralische Verantwortung vor dem Richterstuhl Gottes im Jüngsten Gericht. Damit wurde der ursprünglich juristische Begriff auf den gesamten Bereich der Ethik übertragen.

Bei Verantwortung handelt es sich formal um einen dreistelligen Relationsbegriff: Ich verantworte mich für etwas/jemanden vor einer Instanz. Zusätzlich erfolgt über die Bedeutungsebenen eine Differenzierung in juridischen (liability) und soziologischen (accountability) moralischen (responsibility) Sinn; in letzteren lässt sich der philosophisch-theologische Gebrauch einordnen.

Das klassische Modell, in dem Verantwortung im juristischen Sinn im Nachhinein für individuell verursachte oder erlittene Schäden betrachtet wird, wird im 20.Jahrhundert zunehmend abgelöst zugunsten einer Prävention zur Erhaltung positiver Zustände und Vermeidung negativer Effekte durch Verantwortungsbewusstsein; d.h. aus einer individuellen wird eine gesellschaftliche und strukturelle Dimension von Verantwortung.

Gerade während des 20.Jahrhunderts kommt dem Begriff der Verantwortung immer stärkere Bedeutung zu: Eine wichtige Begriffsunterscheidung bezeichnet Anfang des 20.Jahrhunderts Max Weber (1908): Hierbei beschäftigt er sich mit der Frage, ob für eine Entscheidung v.a. der gute Wille/die gute Gesinnung (Gesinnungsethik) oder das angestrebte Ziel (Verantwortungsethik) ausschlaggebend sein soll. Mit Konzepten von Dietrich Bonhoeffer (Struktur des verantwortlichen Lebens (1942)) oder Hans Jonas (Verantwortung als „Prinzip“ für eine Ethik des Überlebens der Menschheit (1979)) entwickeln sich weiterführende Werke aus Theologie und Philosophie.

Heute ist der Begriff Verantwortung sowohl in Debatten um z.B. ökologische Fragen, als auch in fachsprachlichen Fragen der Ethik und Philosophie als auch in politischen und gesellschaftlichen Debatten der Gegenwart zentral in den Mittelpunkt gerückt.

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Enhancement

Bekannt ist unter dem Begriff Enhancement vor allem die Einnahme von leistungssteigernden Mitteln in herausfordernden Situationen. Dabei wird Enhancement, in diesem Fall Neuro-Enhancement (s.o. 1), einerseits von Doping abgegrenzt, da dies illegal ist, andererseits von "normalen" Mitteln zur Erhöhung der Konzentration o. ä. wie beispielsweise Coffein, da es sich bei den eingenommenen Präparaten um Mittel handelt, die ursprünglich als Medikamente konzipiert waren. Das bekannteste und in den letzten Jahren immer wieder in den Medien auftauchende ist Ritalin, ein Methylphenidat-Präparat.